Historie
„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“ Thomas Morus
Hier möchten wir Sie zu einer kurzen Reise einladen, eine Reise in vergangene Zeit ...
Die Familie Schrempf gehört zu den ältesten Familien des Landes.
Der Name Schrempf leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort schremphen bzw. von schramen ab (öffnen, schramen, ..)
- Schramm = Schlitz, Zwischenraum zwischen dem Gestein und dem Erz, aber auch von schrämen.
- Schrämen = Als Schrämen bezeichnet man eine der ältesten Techniken der Gesteinsarbeit im Bergbau. Dabei wird das Gestein mittels eines spitzen Eisens (Berg- oder Schrämeisen genannt) und eines Hammers (Fäustel) ausgemeißelt, um einen schmalen Schlitz, den sogenannten Schram (auch Schramm) zu schlagen. Als Schrämfahrten werden heute noch die Spuren von Schlägel und Eisen an Ulme und Firste bezeichnet.
- Schrämen, Schram = Herstellung eines Schramms parallel zur Lagerstättenebene. Ursprünglich wurde von Hand geschrämt.
Eine Verbindung des Namens mit dem Bergbau ist jedenfalls gegeben.
Leopold Ziller vermutet, dass „Schrempf“ der Beiname eines Mannes sei, welcher durch eine Schramme auffiel. Schrempf kann aber genauso schräg, verschränkt, über Kreuz oder quer bedeuten. Die Meinung der einschlägigen Literatur geht weit auseinander. Schrimpf und Schrampf haben den gleichen Ursprung, man geht von einer Verbindung aus.
Einige Namesverwandte seien hier angeführt: Schrimpf vom Berg, Ritter Wolfram Schrimpf, Schrampf von Aichberg, Schrimpf von Schrimpfhof, Christoph Schrempf (Theologe),
Schrempf Ritter von Friedberg
12. und 13. Jhdt.:
Erste urkundliche Erwähnung der Familie Schrempf aus dem Tirolerischen stammend.
Stephan von Mayerhofen schreibt in den Stammtafeln des Adels der gefürsteten Grafschaft Tirols, einige interessante Details über die Edlen Schrempf zu Hall, Ritter von Friedberg
Aufgrund einer Eheschließung gibt es ein verwandtschaftliches Verhältnis zu den Fieger von Hirschberg- Hall. Ein ebenso bedeutendes Gewerkengeschlecht, welches 1642 in den Freiherrn- und 1694 in den Reichsgrafenstand erhoben wird. Die Fieger führen im Wappen eine Gams. Diese Gams wird 1574 in das Schrempf´sche Wappen aufgenommen. Damit besteht bis heute eine Verbindung.
1312:
Albert Schrempf war laut Inntaler Steuerbuch bereits im Jahre 1312 Bürger von Hall.
1350:
Die Schremp(h)fen wurden Salzmaier in Hall/Tirol und hatten somit die „niedere Gerichtsbarkeit“ inne. Die Knappen des Salzbergwerkes besaßen seit König Heinrich III. das Privileg, in niederen Gerichtsbarkeiten nicht den zuständigen Gerichtssitzen, sondern dem Salzmaier von Hall unterstellt zu sein. Somit war der Salzmaier von Hall das höchste Organ des Landesfürsten im Salzbergbau.
1380:
Heinrich Schrempf wurde Abt im Stift Fiecht/ St. Georgenberg in Tirol. Er starb in Rom.
1536:
Zu dieser Zeit lebten die Schrempfen bereits nach den Lehren Martin Luthers. Die Lutherbibel des Hauses Schrempf belegt diese Vermutung.
1550:
Merth Schrempf(f) ist Gegenschreiber im Salzberg zu Hallstatt somit Bergbeamter, der das Gewerkenverzeichnis (Gegenbuch) führte und Kuxe verkaufte. Kuxe sind Anteile einer bergrechtlichen Gewerkschaft, nennwertlose Papiere, welche einen Anteil am Vermögen der Gewerkschaft verkörpert (welcher gewerck saine thaill ... nith erledigt, dem sollen durch den Gegenschreiber seine thail ab und gemainer gwerkschaft zu guet ... geschriben ... werden, 1553).
1567:
Wappenverleihung inklusive Lehenartikel (das heutige Firmenlogo).
Mit der Verleihung des Wappens wurde auch der Lehenartikel verliehen, so sicherte dies den Schrempfen das Recht der Lehensfähigkeit zu. Damit war der Begnadete u. a. berechtigt, auch solche Lehen zu tragen, die an die Ritterbürtigkeit gebunden waren. Da die Ritterbürtigkeit die Abstammung von vier nobilitierten Großeltern voraussetzte und mit dem Lehenartikel häufig die Verleihung der Helmkrone und des Spangenhelms einherging, ,,wurden solche Wappen mit Lehenartikel und Krone in der obersten Reihe ebenfalls als vollwertig befunden”.
1574:
Nobilitierung bzw. Standeserhebung in den erblichen Stand als „de Schrempf“ Schrempfenperg mit Wappenbesserung. Der Wappenbrief sowie der Nobilitierungsakt befinden sich im Familienbesitz. Die Schrempf zu Hall werden als Ahnherren angeführt.
1588:
Besitzer des „Schrempfischen Plechhammerwerkes“ in Goisern (Akten befinden sich im Familienbesitz und im Staatsarchiv zu Wien).
1594:
Stellungnahme der Hofkammer zu dem Bericht und Gutachten über die Altersschwachheit des alten Schrempfen und dessen Vertretung durch seinen jugendlichen Sohn.
1608:
Hans Schrempf, Bergrichter zu Salzburg
1640:
Emigration aufgrund der lutherischen Glaubensrichtung in die Ramsau als Geheimprotestanten.
1732:
Vertreibung der Protestanten aus dem Salzburger Land. Darunter auch Mitglieder der Familie Schrempf. Friedrich Wilhelm I. unterzeichnete am 2. Februar 1732 das Immigrationspatent, das die Heimatlosen nach Ostpreußen einlud und die Vertriebenen unter den Schutz des preußischen Staates stellte. Am 29. April 1732 kamen die ersten vertriebenen Salzburger in Potsdam an. Von dort ging es der neuen Heimat zu, dem ostpreußischen Litauen. Vom 28. Mai 1732 bis zum 30. Juli 1733 treffen insgesamt 33 Schiffe mit 10.625 vertriebenen protestantischen Salzburgern in Ostpreußen ein; auf dem Landweg hatten von 5.533 Personen 5.243 Salzburger ihr Ziel erreicht, unterwegs waren 290 Personen gestorben. Die Stiftung Salzburger Anstalt Gumbinnen geht auf diese Zeit zurück.
2008:
Im Zuge der Firmengründung lag es nahe das Wappen der Schrempf als Firmenlogo für die Schrempf SVS GmbH heranzuziehen. "Schrempf Ritter von Friedberg (c)" wird als Marke in das Register eingetragen und ist somit ein rechtlich geschütztes Unternehmeskennzeichen.


